Audio-Interfaces
Ein Audio-Interface verbindet Mikrofon, Gitarre oder Keyboard mit deinem Computer und bringt deine Aufnahmen in Studioqualität in die DAW. Hier findest du USB-Interfaces für den Einstieg, Thunderbolt- und PCIe-Lösungen fürs Projektstudio und Netzwerk-Interfaces für große Setups, unter anderem von RME, Universal Audio, Focusrite, Audient und MOTU.
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Audio-Interface kaufen: Darauf kommt es an
Was ist ein Audio-Interface?
Ein Audio-Interface ist eine Soundkarte für die Musikproduktion. Es wandelt die analogen Signale von Mikrofon oder Instrument in digitale Daten um und gibt sie über Kopfhörer und Studiomonitore wieder aus. Anders als die eingebaute Soundkarte deines Rechners hat es Mikrofonvorverstärker, Instrumenteneingänge und Treiber für eine geringe Latenz.
Wie viele Ein- und Ausgänge brauchst du?
Für Gesang und Gitarre, Podcast oder Songwriting reichen meist zwei Eingänge, etwa bei einer Focusrite Scarlett 2i2 oder einem Audient iD4. Nimmst du eine Band oder ein Schlagzeug mehrspurig auf, brauchst du acht und mehr. Viele Interfaces lassen sich über ADAT um bis zu acht weitere Kanäle erweitern.
Achte auch auf die Ausgänge: Zwei Kopfhörerausgänge sind praktisch, wenn ihr zu zweit aufnehmt. Zusätzliche Line-Ausgänge brauchst du für mehrere Monitorpaare oder externe Effektgeräte.
Preamps, Phantomspeisung und Instrumenteneingang
Die Qualität der Mikrofonvorverstärker prägt den Klang deiner Aufnahmen. Für Kondensatormikrofone brauchst du 48 V Phantomspeisung, die praktisch alle aktuellen Interfaces bieten. Willst du E-Gitarre oder Bass direkt einstecken, achte auf einen Instrumenteneingang (Hi-Z). Wer mehr Klangcharakter möchte, ergänzt das Interface später um externe Preamps.
USB, Thunderbolt, PCIe oder Netzwerk?
USB-C ist heute Standard und für die meisten Homestudios die richtige Wahl. Thunderbolt bietet Reserven bei vielen Kanälen und sehr niedriger Latenz. Karten für den Einbau in den Rechner, etwa die RME HDSPe-Serie, findest du bei den internen Interfaces. Für große Studios und Live-Setups mit vielen Kanälen über weite Strecken gibt es Netzwerk-Interfaces für Dante oder AVB.
Wichtig ist in jedem Fall ein stabiler Treiber für dein Betriebssystem, denn er entscheidet, wie verzögerungsfrei du einspielen kannst. Viele Interfaces bieten zusätzlich Direct Monitoring: Du hörst dich dann ohne Verzögerung, unabhängig vom Rechner.
DSP- und MIDI-Interfaces
Interfaces mit eigenem DSP wie die Apollo-Serie von Universal Audio berechnen Effekte und Preamp-Emulationen in Echtzeit, ohne deinen Rechner zu belasten. Zusätzliche Rechenleistung liefern DSP-Systeme. Hast du Synthesizer oder Controller mit klassischer 5-Pol-MIDI-Buchse, verbindet ein MIDI-Interface sie mit deinem Computer.
Beratung bei Rock Shop
Viele aus unserem Team arbeiten selbst im Studio und wissen, worauf es beim Recording ankommt. Wir helfen dir, das passende Interface für dein Setup zu finden: in unserem Musikhaus in Karlsruhe, am Telefon oder per E-Mail. Und passt es doch nicht, kannst du deine Bestellung 30 Tage lang zurückgeben.
Häufige Fragen
Welches Audio-Interface ist gut für Anfänger?
Für den Einstieg reicht ein USB-Interface mit zwei Eingängen, zwei Mikrofon-Preamps mit Phantomspeisung, einem Instrumenteneingang und einem Kopfhörerausgang. Damit nimmst du Gesang und Gitarre auch gleichzeitig auf.
Brauche ich ein Audio-Interface, wenn ich ein USB-Mikrofon habe?
Für ein einzelnes Mikrofon, etwa beim Podcast, nicht unbedingt. Sobald du mehrere Quellen aufnimmst, Instrumente anschließt oder Studiomonitore nutzen willst, ist ein Interface die flexiblere Lösung. USB-Mikrofone findest du ebenfalls bei uns.
Welche Abtastrate brauche ich?
24 Bit bei 44,1 oder 48 kHz reichen für die meisten Musikproduktionen. Höhere Abtastraten sind möglich, brauchen aber mehr Speicher und Rechenleistung.